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die Vielfalt der 3r-Forschung

Die Verminderung von Leiden, Stress und Schmerzen in der Haltung von Versuchstieren und während eines Tierversuchs sind zentraler Baustein im 3R-Konzept. Das 'Refinement' tritt neben den Bereichen ‚Reduce‘ und ‚Replace‘ oft in den Hintergrund, ist aber für das Tierwohl von Versuchstieren von entscheidender Bedeutung. Das 3R-Zentrum unterstützt Forschungsprojekte, die unmittelbar dem Aspekt des Refinements im Rhein-Neckar-Raum dienen.

aktuelle forschungsprojekte

 

 

Um den Tierschutz und die Behandlung zu verfeinern, werden am ZI-Mannheim momentan zwei Forschungsprojekte durchgeführt.

 

Das erste Projekt konzentriert sich auf die Implementierung eines Sozialverhaltenssystems für Ratten (ActualHCA-System), welches die Verfolgung individueller Verhaltensdaten (Fortbewegung, soziale Interaktion, Essen, Trinken) innerhalb einer Gruppenhaltung ermöglicht. Die Implementierung dieses Systems wird experimentelle Einzeltierhaltung von Ratten (z. B. beim Messen von spezifischen Verhaltensendpunkten) überflüssig machen und könnte daher ein Meilenstein bei der Verbesserung des Tierschutzes sein.

 

Das zweite Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung eines nicht-invasiven Arzneimittelabgabesystems für das Zentralnervensystem. Die Blut-Hirn-Schranke stellt eine große Hürde für viele neue Behandlungsmedikamente in der präklinischen Forschung darstellt. Entweder führt dies zu einer sehr hohen periphere invasiven Dosierung (z. B. intraperitoneal) oder zu chirurgische Anwendungen (intracerebroventrikulär). Daher möchten wir eine intranasale Anwendung entwickeln, die die Blut-Hirn-Schranke umgehen kann und effizient und präzise therapeutische Moleküle an das Zentralnervensystem abgeben kann.